Die Marken waren bisher unbekanntes Terrain für den VMCB. Dies sollte sich im 2026 aber ändern: fünf Rennradfahrer machten sich per PW auf den Weg an die Adria-Küste, wo auf dem ersten Hügel bei Senigallia das Hotel auf sie wartete.
Nach dem Checkin im Hotel Bel Sit, einem ehemaligen Kapuzinerkloster, ging es auf eine erste Erkundungstour: gemütlich dem Strand entlang, erste Hügel und Abschnitte auf der Hauptstrasse. Kritisch betrachtet wurde dabei vor allem die Bodenbeschaffenheit, welche oft, anständig ausgedrückt, nicht unbedingt für Rennräder ausgelegt war und in den kommenden Tagen die eine oder andere Trinkflasche aus dem Bidonhalter katapultieren wird.
Die Touren, allesamt bereits im Vorfeld von Laszlo zusammengestellt, boten eine tägliche Steigerung sowohl bei den zu fahrenden Kilometern als auch bei den Höhenmetern. Und wie immer war auch ein Ruhetag geplant, idealerweise etwa in Wochenmitte.

Das Wetter war natürlich auch immer ein Thema. Normalerweise sei es um diese Zeit sonniger und wärmer, meinten zumindest die Locals. Für unser Vorhaben war es aber angenehm, nicht zu kalt aber auch nicht zu heiss. Am Dienstag allerdings war es bereits am Morgen windig mit starken Böen, weshalb entschieden wurde, nach den geglückten Ausfahrten am Sonntag und Montag, den Ruhetag bereits einen Tag früher als geplant anzusetzen. Mit dem Teambus ging es runter nach Ancona, wo die velofreie Zeit mit einem Stadt- und Strandrundgang sowie Einkäufen überbrückt werden konnte.
Sportlich ging es am Mittwoch weiter, für einmal in zwei Gruppen: Rolf und Fabian bildeten die Cappuccino-Gruppe und gönnten sich eine kleinere und gemütlichere Runde. Laszlo, Patrick und Christian hingegen hatten Lust auf mehr und kamen der 100km-Marke schon ziemlich nahe.
Die 100 voll machten die drei dann am Donnerstag, wofür die Originalroute noch etwas in die Länge gezogen wurde, um die magische Grenze zu durchbrechen. Ein Alternativ-Programm gab es wiederum für die Cappuccino-Gruppe.

Wetterbedingt stand dann auch der letzte Velo-Tag auf der Kippe. In der Nacht auf Freitag und am Morgen selbst gab es immer wieder Regen, so dass die geplante Fahrt beinahe abgesagt werden musste. Etwas verspätet starteten Laszlo und Christian aber doch noch, bekamen zwar unterwegs noch einige Regentropfen ab, konnten die kurze Abschlusstour aber dennoch geniessen. Am Nachmittag ging es nochmals runter nach Senigallia, um die lokalen Kochkünste zu testen. Die Pizza-Paff-Paff und das Ragu werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Zurück im Hotel war dann schon wieder Packen angesagt. Ein letztes Abendessen und ein letzter alkoholfreier Gin Tonic an der Bar – das war’s! Morgens um 5 waren alle startklar und der Trip nach Hause konnte beginnen.