{"id":321,"date":"2015-03-27T17:03:44","date_gmt":"2015-03-27T16:03:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vmcb.ch\/?p=321"},"modified":"2026-02-17T23:56:02","modified_gmt":"2026-02-17T22:56:02","slug":"trainingsweekend-im-tessin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vmcb.ch\/?p=321","title":{"rendered":"Trainingsweekend im Tessin"},"content":{"rendered":"\n<p>Es sah von Anfang an schlecht aus. Die ganze vorhergehende Woche zeigten die verschiedenen Wetterseiten nur graue und tr\u00fcbe Aussichten sodass es auf den verschiedenen Kommunikationskan\u00e4len zu heftigen Diskussionen \u00fcber Sinn und Unsinn der Reise ins Tessin kam. Die Folge dessen: einer sagte ab, f\u00fcnf gingen trotzdem. Fortan stand das Wochenende halt nicht mehr unter dem Motto \u201eKilometer fressen\u201c sondern ganz modern \u201eTeambuilding\u201c. F\u00fcr den Samstagmorgen machte man aus dass gemeinsames Fr\u00fchst\u00fcck auf dem Plan steht und danach entschieden wird was geschieht. Und tats\u00e4chlich, es war trocken. Zwar etwas k\u00fchl, aber daf\u00fcr hat man ja eine gute Ausr\u00fcstung. So schwangen sich die f\u00fcnf um Punkt 10 Uhr in Locarno aufs Rad und fuhren Richtung Centovalli. Nix mit einfahren, nix mit warmmachen, es ging gleich los. So schnell, dass Patrick nicht mal den Fotoapparat aus der Hand legen konnte sondern einh\u00e4ndig die steile Rampe hochtreten musste. Stefan war da schon abgeh\u00e4ngt, er musste am Brunnen erst noch seine Flasche f\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es gem\u00e4chlich ins Tal hinein, immer weiter, Kehre f\u00fcr Kehre, Br\u00fccke f\u00fcr Br\u00fccke. Abwechslungsreich. Nicht was die Strecke anging, die stieg immer an, aber was die Umgebung betraf. Wiesental, Oristal und Ergolztal und wie die T\u00e4ler zu Hause alle heissen sind gut und recht und vielfach erprobt. Zwischendurch mal was Neues ist aber eben doch auch reizvoll. Allein deswegen hat sich der Weg schon gelohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach rund einer Stunde und 20 Kilometern dann das Erstaunen: am Ende der Br\u00fccke ein grosses Schild mit der Aufschrift \u201eItalia\u201c. Trotz Kartenstudium wurde der&nbsp; Grenz\u00fcbertritt \u00fcbersehen. Doch egal, die ID hat ja jeder mit, Euro sind auch genug dabei, also weiter. \u00dcber die Strassenqualit\u00e4tsunterschiede brauchen wir uns an dieser Stelle wohl nicht zu unterhalten. In Re betrachteten wir ehrf\u00fcrchtig die gewaltige Kirche, fuhren jedoch trotzdem weiter w\u00e4hrend es in Malesco dann den Kaffeehalt gab. Da die Bar ein Schild trug mit der Aufschrift \u201eBikers welcome\u201c f\u00fchlte sich die Gruppe nat\u00fcrlich angesprochen. Doch innen sah es nicht danach aus als w\u00e4ren schon viele mit dem Rennrad vorbei gekommen. Der Capuccino und Espresso schmeckte trotzdem. Danach ging es schonungslos weiter in Richtung Gipfel auf 918 Metern \u00fcber Meer (Quelle strava.com). Links und rechts der Strasse t\u00fcrmten sich majest\u00e4tisch die Schneeberge in die H\u00f6he, die Strasse war nass vom Schmelzwasser und alle waren froh keine Temperaturanzeige am Velocomputer zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Oben angekommen pr\u00e4parierten sich alle f\u00fcr die Abfahrt welche unter diesen Voraussetzungen kein Schleck darstellen w\u00fcrde. Ziel war heil unten ankommen und keine Geschwindigkeitsrekorde anzupeilen. Bis auf zwei oder drei kleine Situationen, in welchen es etwas brenzlig wurde hatte das Quintett dann auch alles im Griff und fuhr in merklich w\u00e4rmere Gefilde. Unten in Cannobio schwitzte besonders Stefan unter seiner warmen Jacke mehr als ihm lieb war. Geschwind wurde das Seeufer angepeilt und ein gem\u00fctliches Restaurant gefunden. Da wurde dann der obligate Kohlenhydrat-Teller aufgetischt mit dopingkontrollenfreundlichem Cola aus der Dose. 57 Kilometer waren zu diesem Zeitpunkt abgespult und die restlichen bis zum vollen Hunderter sollten jetzt auf dem R\u00fcckweg folgen. Doch kurz nach der Weiterfahrt kam auch schon der Wiedereintritt in die Schweiz, dazu ein Schild mit der Information dass Locarno nur noch 11 Kilometer entfernt sei. Also nix mit dreistelliger Distanz. Daf\u00fcr hat es grad noch ins Hotel gereicht bevor der grosse Regen einsetzte.<\/p>\n\n\n\n<p>Abends ging es dann noch zum gem\u00fctlichen Pizzaessen und auf einen (oder zwei) Schlummerbecher im Nachtleben von Locarno. Der Sonntag fiel dann total ins Wasser und man einigte sich nach einem weiteren ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck auf eine fr\u00fche Heimkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Was wurden f\u00fcr Lehren daraus gezogen?<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Im M\u00e4rz ist das Wetter auch im Tessin gerne mal schlecht, n\u00e4chstes Mal erst nach Ostern<\/li>\n\n\n\n<li>Kreisverkehr funktioniert auch in Italien im Gegenuhrzeigersinn<\/li>\n\n\n\n<li>Stefan hat lieber ein schmutziges Velo das nicht quietscht als anders rum<\/li>\n\n\n\n<li>Auch Nonnen gehen gerne mal feiern<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Alles in allem war es ein tolles Wochenende, auch wenn das vielleicht nicht jeder Aussenstehende verstehen mag. Die Beteiligten hatten auf alle F\u00e4lle ihren Spass.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sah von Anfang an schlecht aus. Die ganze vorhergehende Woche zeigten die verschiedenen Wetterseiten nur graue und tr\u00fcbe Aussichten sodass es auf den verschiedenen Kommunikationskan\u00e4len zu heftigen Diskussionen \u00fcber Sinn und Unsinn der Reise ins Tessin kam. Die Folge dessen: einer sagte ab, f\u00fcnf gingen trotzdem. Fortan stand das Wochenende halt nicht mehr unter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-321","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=321"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1138,"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/321\/revisions\/1138"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vmcb.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}